Sp(r)itzensport

Jan Ullrich, seines Zeichens ehemaliger Radsportler und angeklagt wegen dopings, zahlt, natürlich freiwillig, einen sechsstelligen Betrag (250.000€) an Hilfsorganisationen und wird dafür der Anklage enthoben, der Imageschaden sei ja Strafe genug.
Gut, Ullrichs Image ist wirklich dahin, so wie das des gesamten Radleistungssports, einer Disziplin, in der viele so genannte Profis eher an der Nadel zu hängen scheinen als auf ihren Rädern. Aber da ja anscheinend alle beschissen haben, war es ja wieder ein fairer Sport, oder wie darf man es verstehen, dass ein mehrfacher Millionär, der für seine öffentlichen Auftritte als Ikone des Sports und der Gesundheit viel Geld eingeheimst hat, einfach so freigesprochen wird, weil er mit etwas Geld armen Menschen hilft. Für mich ist das schmutziges Geld, an dem das Blut vieler Fans des Sports klebt. Und das schlimme daran ist, dass egal wem die Spende gilt, sie angenommen werden muss, denn im karitativen Bereich rettet jeder Euro Leben.
Natürlich war die Spende freiwillig, Herr Ullrich, und Sie geben damit ja auch nicht zu, dass Sie in irgendeiner Form schuldig sein könnten. Sie haben sich ja soeben freigekauft!
Ein Gutes hat es aber. Wenn diese Methode von anderen Sportlern abgeguckt wird, kann Unicef den armen Kindern in Afrika viele neue Fahrräder kaufen.

15.4.08 21:14

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