Trabanten in Oslo

Der Eurovision Song Contest. Eigentlich sollte ich nichts darüber schreiben, ich verweigere dieses Zurschaustellen schlechten Geschmacks auf internationaler Ebene nun schon seit Lordi. Die hatten zwar auch keinen Geschmack, aber es war lustig, dass aufgesetzte Geschmacklosigkeit echte übertrifft. Jetzt haben wir den "Schlagercontest" (für mich) unerwartet (und unverdient) gewonnen und ich habe mir zum ersten Mal überhaupt das Siegerlied "Satellite" angetan. Meine Meinung dazu:
*tief durchatmen*
Die internationale Musik ist tot.

Ein platter Duffy-Ripoff mit hohler, deutschakzentlastiger Stimme und einem Beat, der streng an Lou Begas Erfolgswaterboarding fürs Ohr, Mambo No.5 erinnert, geschwängert von einem afrikanischen Bongorapper. Zudem scheint sie wohl eine Art britischen Südstaaten-Akzent aus dem Rougekästchen gezaubert zu haben. Vom Inhalt kann ich nur betrübt sagen, dass man nur einmal Love ins Mikrophon heucheln muss um einen Hit zu landen. Entweder man macht auf bösen Bitchslapper oder auf verknufftes Liebesengelchen. Dem Volk scheint die Schonkost zu munden, oder habe ich etwas verpasst und die deutschen Hirne sind seit 2000 auf Diät?

Das offizielle Video ist absolut schlecht geschnitten, selbst in 3D-Actionstreifen wird nicht so schnell von einer Einstellung zur anderen gesprungen. Die gute Lena weiß in den meisten Fällen schon garnicht wo sie hingucken soll. Gut, sieht man die zappeligen Bewegungen und den gekünstelten Ausdruck nicht so.

Da ich der ganzen Sache schon zuviel Aufmerksamkeit habe zukommen lassen sei abschließend noch gesagt:
Der ESC ist ALT F4.


Euer Engel des Todes

1.6.10 00:01

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