The Übernext Uri Geller

Wollten Sie nicht immer schon bei einem Dinner mit verbogenem Besteck glänzen oder den Tisch sich direkt in die Spülmaschine bewegen lassen?
Mit Uri Geller lernen Sie, wie Sie das Unnötige – pardon, Unmögliche möglich machen!

Stufe 1: Besteck verbiegen.
Fangen wir mit etwas einfachem an. Nehmen Sie sich einen möglichst teuren Silberlöffel aus dem Erbbestand, halten Sie ihn vor sich und denken ganz fest an eine mehlig kochende Kartoffel (Tipp von einem, der jemanden kennt, der Uri Geller mal gesehen hat). Unsere Freunde aus der Matrix dürfen es auch mit konstantem Murmeln der Zauberformel „Den Löffel gibt es gar nicht!“ probieren.
Nächster Schritt: Gabelzinken biegen. Verfahren Sie hier hierbei wie beim Löffel, aber denken Sie an kleinere Kartoffeln. Oder Pommes. Ab hier nutzt ihnen die Matrix auch nichts mehr. Gabeln und anderes Nicht-Löffel-Besteck sind in ihr wohldefiniert. Versuchen Sie, die Gabelzinken in jeweils andere Richtungen zu biegen. Profis schaffen es, einen Zopf zu flechten.
Im letzten Schritt sind die Messer dran. Anfänger dürfen versuchen, die Schneide einzukringeln, während wahre Könner stets am Messerrücken biegen. So werden übrigens die Pizzaroller hergestellt.
Sollte sich nach längerer Konzentration kein Ergebnis einstellen, halten Sie das Besteck in einem flachen Winkel an Ihren Holzkopf und drücken Sie. Das Besteck wird sich irgendwann Ihrer Ignoranz der Naturgesetze und des Schmerzes beugen.

Stufe 2: Tische verrücken.
Sie kennen das sicher: Tausend dreckige Teller auf dem Tisch, und keine Lust, sie alle zur Spüle zu tragen. Lassen Sie einfach den Tisch für Sie arbeiten. Stellen Sie sich dazu mit möglichst vielen Personen an den Tisch (je mehr, desto eher findet sich jemand, auf den man die Schuld schieben kann, sollte es nicht klappen) und denken sie alle an Holzhobel oder grobes Schmirgelpapier. Bei diesen Gedanken kriegt Ihr Tisch bestimmt angst und rennt in die Küche, um sich in der Spülmaschine zu verstecken. Sollten Sie auf einer Streckbank oder sonstigem Folterinstrument speisen, wirkt dies allerdings nicht, die stehen auf so was.
Wenn Sie allein sind, können Sie dem Tisch auch einen kräftigen Tritt verpassen. In der Regel bewegt er sich davon auch, ist im Anschluss aber etwas stur.

Stufe 3: Uhren aufziehen.
Sollten Sie sich noch nicht aufgezogen genug fühlen, kommt nun eine Paradedisziplin. Nehmen Sie sich eine möglichst alte Uhr (alte Uhren sind kaputter als welche mit Elektronik) und ziehen Sie sie auf. Rufen Sie dabei laut: „Jabbadabbaduu! Es lebe die Unruh!“ und freuen Sie sich, wenn die Uhr danach wieder richtig tickt. Sie tun es garantiert nicht mehr.

Stufe 4: Menschen beeinflussen.
Kommen wir nun zur absoluten Meisterdisziplin. Bringen Sie kraft Ihrer Gedanken Menschen dazu, mit etwas aufzuhören, was sie auch ohne Sie versucht, aber vermutlich nie geschafft hätten – schließlich haben Sie nicht daran gedacht.
Schnappen Sie sich erst mal eine Halle voller Raucher, die Sie alle Jahre wieder damit nerven, endlich aufhören zu wollen. Bringen Sie diese dann dazu, ihre Zigaretten zu zerknüllen. Materialvernichtung ist immer gut, wenn man sich von etwas trennen will. Und sollte man doch wieder Rückfällig werden, kurbelt der Neukauf die Wirtschaft an.
Großmeister schaffen es sogar, Menschen etwas abzugewöhnen, ohne dass diese sich dessen bewusst sind. Das Denken zum Beispiel:

Haben Sie sich Besteck vor die Augen gehalten?
Haben Sie Tischen Beine machen wollen?
Haben Sie Uhren angebrüllt?
Haben Sie sich mit Wildfremden in einen Raum gestellt und Besitz vernichtet?
Sehen Sie? Es klappt!

9.2.08 00:20

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